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Der Ort

Jahresbaumallee in Klietznick

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Auch in diesem Jahr wurde in Klietznick wieder der Baum des Jahres 2008 gepflanzt. Inzwischen ist die erste Baumallee in Klietznick schon voll bepflanzt, so dass es eine zweite Baumallee in Klietznick gibt. Die Pflanzung der Schwarzpappel wurde im Anschluss auch mit dem eigenen Glas Sekt begossen.
Die Kietznicker versammelten sich anschließend noch zum gemütlichen Kaffe und Kuchen neden der Jahresbaumallee.

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Über Jahrhunderte hinweg wurde der Weinberg als Sandgrube genutzt und dabei der westliche Rand abgetragen, der somit zu einer Steilwand wurde. Unzählige Bäume rutschten dadurch im Verlauf vieler Jahre den Abhang herunter und starben ab. Im Zusammenhang mit der Renaturierung des Sees steht die Wiederherstellung des Biotops "Weinberg".
Mit dem Schlamm des Sees und Muttererde wurde der westliche Rand aufgefüllt, planiert und mit 1500 Bäumen bepflanzt (Eichen, Spitzahorne und Linden). Die Dorfbewohner übernahmen die dreijährige Anwuchspflege der Bäume. Bei der Bepflanzung wurde darauf geachtet, dass eine Schneise freiblieb, die unseren Kindern als Rodelbahn zur Verfügung steht. Im November 1999 haben wir am Rand dieser Bahn eine Allee mit dem "Baum des Jahres" 1989 bis 2000 gepflanzt. Diese wurde am 21. Mai 2000 als symbolische "Jahrtausendallee" eröffnet und wird auch weitergeführt.

Von folgenden Arten stehen sich, am Fuße des Weinbergs beginnend, jeweils zwei Bäume gegenüber :

1989 -

 

Deutsche Eiche - Stieleiche

1990 -

 

Rotbuche

1991 -

 

Sommerlinde

1992 -

 

Feldulme

1993 -

 

Speierling

1994 -

 

Gemeine Eibe

1995 -

 

Feldahorn

1996 -

 

Gemeine Hainbuche

1997 -

 

Gemeine Eberesche - Vogelbeere

1998 -

 

Wildbirne

1999 -

 

Baumweide, Silberweide

2000 -

 

Sandbirke

2001 -

 

Esche

2002 -

 

Wacholder

2003 -

 

Schwarzerle

2004 -

 

Weisstanne

2005

 

Rosskastanie

2006

 

Schwarzpappel

2007

 

Wald-Kiefer

2008

 

Walnuss

Unmittelbar am jeweiligen Baumpaar steht ein Findling, versehen mit dem deutschen Namen sowie der Jahreszahl, um den Informationswert dieser Jahresbaumallee zu erhöhen.
Am Ende dieser Allee, auf dem höchsten Punkt des Weinberges (48 m ü. NN), wurde ein Findlingsmonument errichtet. Es ist der ökologisch bewusst vorgenommenen Umgestaltung des Ortes Klietznick im Jerichower Land gewidmet.
Mit dieser Allee wollen wir einen Beitrag zum Artenschutz von Pflanzen und Tieren leisten. Anhand von Anschauungstafeln sollen Informationen zum Wald und Waldsterben gegeben werden. Damit wird diese Allee künftig dem Charakter eines Lehrpfades gerecht. Als symbolisches Alarmzeichen für das Verschwinden von Wäldern und damit das Verlieren von Energieträgem soll diese Allee wachsen und gedeihen.

Bereits die Hälfte der Erdoberfläche wurde vom Menschen verändert. Deshalb müssen wir der Natur auch etwas zurückgeben.
Botaniker befürchten, dass ein bis zwei Drittel des derzeitigen Artenreichtums in 50 Jahren nicht mehr existieren. Deshalb erhält man an der Allee "Baum des Jahres" Informationen zur Artenvielfalt von Bäumen sowie zur Beziehung Wald und Wasser.

Durch die Jahresbaumallee hindurch genießt man den Blick vom Weinberg zum See und weiter über die Wiesen zur Elbe.
Dieses Projekt "See - Weinberg - Jahresbaumallee" hat besonders in der heutigen Zeit eine große Bedeutung zum Erhalt und Schutz unserer Tier- und Pflanzenwelt. Mit diesen Maßnahmen hat der Verschönerungsverein Klietznick e. V Lebensraum gerettet und geschaffen.

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